Page 135 - EMF–Elektromagnetische Felder
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 106 , 107 , 108 Bei Kindern kann dies die Entwicklung des Gehirns auf eine Art und Weise einschränken, die vermutlich zu Autismus beiträgt. 109 , 110
2013 schrieb Dr. Martha Herbert von der Harvard Medical School eine Übersichtsarbeit zu den biologischen Faktoren, die Autismus begünstigen könnten. Dazu zählen »oxidativer Stress und Anzeichen von Schäden durch freie Radikale, zelluläre Stressproteine und einen Mangel an Antioxydantien wie Glutathion«. 111
Viele andere Forscher haben zudem eine mögliche Verbindung von elektromagnetischen Feldern und Autismus untersucht. 112 , 113 , 114 , 115 , 116 , 117 , 118 , 119 , 120 , 121 Es erscheint nur vernünftig, hierin einen der Gründe dafür zu sehen, dass die Häufigkeit von Autismus in den vergangenen 20 Jahren so explosionsartig zugenommen hat: War im Jahr 2000 eines von 150 Kindern betroffen, so war es 2014 bereits eines von 59 (laut CDC) 122 und 2016 eines von 40 (laut einer Studie im Fachmagazin Pediatrics). 123
Ein weiteres Indiz für eine Verbindung zwischen Autismus und elektromagnetischen Feldern fanden zahlreiche Ärzte und Therapeuten, indem sie jungen Patienten mit Autismus ein Programm mit stark verringerter EMF-Belastung verordneten. So wurden nachts WLAN-Netze, Schnurlostelefone, Babyfone und sogar der Leistungsschalter zum Schlafzimmer abgeschaltet. Die Mediziner registrierten daraufhin eine dramatische Verbesserung des Verhaltens. 124
2001 stellte Dr. Dietrich Klinghardt als Erster eine Verbindung zwischen Autismus bei Kindern und übermäßiger EMF-Belastung her. Ihm war aufgefallen, dass bei Kindern, deren Eltern im Firmensitz des Softwarekonzerns Microsoft außerhalb von Seattle in Bellevue, Washington, arbeiteten, die Autismus-Häufigkeit erheblich größer zu sein schien. In einer Pilotstudie maß Klinghardt daraufhin die EMF-Belastung von Müttern, deren Kinder an Autismus litten, und dieser Kinder selbst sowie die Belastung von Müttern gesunder Kinder und der Kinder selbst. Insbesondere erhob er Daten zur:
Körperspannung von Müttern an den Orten, wo sie während der Schwangerschaft schliefen,





























































































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