Page 117 - EMF–Elektromagnetische Felder
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 Viele Menschen weisen tatsächlich ein Stickstoffmonoxid-Defizit auf und profitieren von Strategien, die die entsprechenden Konzentrationen zum Ansteigen bringen. Anstatt aber potenziell gefährliche Medikamente zu nehmen, die die Werte von Stickstoffmonoxid im Körper erhöhen (beispielsweise Viagra), können Sie auch über die Ernährung die Nitratzufuhr erhöhen. Dafür geeignet sind pflanzliche Lebensmittel wie Rucola oder Vorstufen von Stickstoffmonoxid wie Arginin und Citrullin- Malat, die Sie als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen können, um eine gesunde Konzentration dieses nützlichen Moleküls im Körper zu erreichen.
Stickstoffmonoxid entsteht in erster Linie in der inneren Schicht der Blutgefäße. Da die Blutgefäße Hauptnutzer von Stickstoffmonoxid sind, wird der Großteil dort produziert und gelagert, bis er benötigt wird. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Stickstoffmonoxid normalerweise weder in den Zellen gespeichert wird noch in der Warteschleife hängt und darauf wartet, zur Anwendung zu kommen. Dafür ist dieses Molekül viel zu reaktionsfreudig. Stattdessen koppelt es sich an Moleküle wie Glutathion, Häm und andere Eiweiße an. An diesem Punkt wird EMF-Belastung zum Problem, denn wenn infolge der Strahlung zusätzliches Calcium in die Zellen strömt, sorgt es unter anderem dafür, dass das gespeicherte Stickstoffmonoxid freigesetzt wird und dessen Konzentration in den Zellen ansteigt.
Diese EMF-induzierte Zunahme an Stickstoffmonoxid könnte vorteilhaft erscheinen, es entfaltet seine positiven Effekte aber nur, wenn es auf natürliche Weise außerhalb der Zellen entsteht. Eine höhere Konzentration innerhalb der Zellen ist problematisch, weil Stickstoffmonoxid hochgradig reaktionsfreudig ist und sich rasch mit Superoxid zusammentut, dem anderen freien Radikal, dessen Konzentration ansteigt, wenn Ihre Zellen zu viel überschüssiges Calcium enthalten. Und diese Kombination ergibt Peroxinitrit, ein Vorgang, der radikal beschleunigt wird, wenn Sie sich, wie vorhin beschrieben, darüber hinaus auch noch ungesund ernähren. Dann nämlich enthält Ihr Körper mehr Superoxid, das mit Stickstoffmonoxid reagieren und Peroxinitrit bilden kann.
































































































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